Dienstag, 23. Oktober 2012

Blogfragen

Gar nicht so einfach für mich ein Blog anzufangen.Damit meine ich nicht, dass ich Technikniete mich erstmal durchwühlen muss, was Layout etc. angeht. Nein, auch so Fragen spuken mir durch den Kopf wie: "Was darf man in einem Blog eigentlich offenbaren? Darf man sich seine Gedanken, Zweifel, Sorgen runterschreiben und im nächsten Post sein Apfelkuchenrezept samt Bild stolz posten? Wisst Ihr, was ich damit meine? Überfordere, nerve oder langweile ich damit die Leser und mache mich unglaubwürdig? Das sind so (vermutlich doofe) Fragen, die mir gerad durch den Kopf gehen. Wäre es "besser", Blogs abzugrenzen und nicht zu vermischen? Oder reicht, es "einfach" man selbst zu sein, ehrlich und somit unvollkommen, nicht jeden Tag gleichermaßen gut oder schlecht drauf, nicht jeden Tag gleichermaßen aktiv. Eigentlich unverschämt, mir solche Fragen zu stellen, weil ich damit quasi "Euch", den Lesern, kein Unterscheidungsvermögen zutraue. Aber so ist es nicht, im Gegenteil, ich bin immer wieder total berührt, wie sensibel, hilfreich und einfühlsam Blogger sind, auch wenn man sich oftmals ja nur virtuell ein bisschen "kennt" Ganz schönes Wirrwarr, aber das musste ich jetzt mal rausschreiben.
Das ist eh ein sehr nachdenklicher, schwieriger Tag gewesen. Ein "Klinikcasting" stand an... so nenne ich das inzwischen. Ein Vorgespräch in der großen Hoffnung auf einen stationären Therapieplatz für meine Tochter (16). Sie leidet an einer bipolaren Störung, früher nannte man es meist "derjenige ist manisch-depressiv", heftige, den Menschen völlig lahmlegende Depressionsschübe wechseln sich ab mit kurzen, gemein Hoffnung machenden, irrationalen Höhenflügen und Zutrauen.
Obwohl der Kliniktermin sehr gut verlief und die Chancen auf Aufnahme gut stehen, ist so etwas immer unheimlich belastend für mich. Man muss die intimsten Dinge über sich beantworten und nein, ich habe nichts, wirklich nichts zu verbergen. Aber allein, dass man selbst immerzu grübelt, warum man seinem Kind nicht helfen kann, was denn nur alles ausgelöst hat und welche SCHULD (das ist mein Horrorwort des Jahrzehnts) man hat - all das zehrt so sehr. Und dann bilde ich mir gerne auch ein, dass alle Anderen, die Ärzte, das Umfeld, die Bekannten, wer auch immer womöglich dasselbe denken: "Meine Güte, was hat diese Mutter denn nur versagt, was hat sie angestellt bzw. was hat sie fälschlicherweise nicht getan?". Doof, denn ich weiss, dass die Mehrzahl das nicht automatisch denkt, aber sinnbildlich sehe ich mich immer daran gemessen und gebrandmarkt.
So, wer sich das hier angetan hat, der hat gewiss erst recht baldigst leichter Verdauliches (z.B. Kuchenbilder *g*) verdient.
Wie ergeht es Euch? Kennt Ihr solche Lebensphasen auch, wo man wirklich an sich und seinen Grundfesten zweifelt? Trotz absolut "positiver Grunddenke"? In unserer Gesellschaft ist es ja sooo out, an sich zu zweifeln, grhhhh.
Kennt Ihr es auch, dass Ihr zu sehr dran denkt, was Andere von euch denken/halten könnten, das ihr nicht beeinflussen könnt? Bitte schwindelt mich an und sagt Ja ;-))
So, und nun einen schönen Abend!

4 Kommentare:

  1. Dann mal Herzlich Willkommen in der Bloggerwelt!
    Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar bei mir!

    Und was Deine Fragen angeht: sei einfach so, wie Du bist & Scheibe das, wonach Dir ist! DEINE Leser werden Dich dann so nehmen, wie DU bist!!! Gefallen kann man sowieso nicht allen, und in erster Linie ist so ein Blog ja für einen selber :-)

    Und wenn Du Dich jetzt noch bei BLOGLOVIN anmeldest, kann man Dir noch viel besser folgen!!!

    Liebste Grüße aus dem Münsterland
    Denise

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    1. Liebe Denise, ich freu mich wie blöd, ganz, ganz lieben Dank für deine netten Worte. Nun nehme ich BLOGLOVIN unter die Lupe. Ich habe - wie ihr unschwer merkt - so gar keine Ahnung, lach. Liebe Grüsse an dich!

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  2. Herzlich Willkommen im Club der Blogger.
    Dem Kommentar von Denise kann ich nichts hinzufügen. Sie trifft es auf den Punkt.
    Es wäre toll, wenn ich mich als Leser Deines Blogs anmelden könnte. So bekäme ich automatisch eine Benachrichtigung über Neuigkeiten auf Deinem Blog.
    Ganz liebe Grüße, Renate

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  3. Liebe Renate, stolz wie Oskar macht mich das. Was muss ich tun, damit ihr euch als Leser anmelden könnt? Ich Dummie hab das noch nicht so geschnallt. Habe mich jetzt aber bei BLOGLOVIN angemeldet und auch sonst an meinen Einstellungen rumgebastelt, vielleicht funzt das jetzt ja. Weia, Ihr Armen, was Ihr für ne Geduld mit mir haben müsst, bis ich das alles raffe *g*

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