Mittwoch, 31. Oktober 2012

Neue Hoffnungen-Gemischte Gefühle und Gedankenkreisel

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich hier schon längst wieder mehr gepostet haben und von meiner/unserer Situation erzählen. Momentan komme ich aber nicht dazu, weil sich gerade die Ereignisse sozusagen überschlagen.

Einige von Euch wissen, dass ich hier angefangen hatte, von der unglaublichen Odysee zu berichten, die wir nun seit mehr als zwei Jahren durchleben, Hilfe für meine psychisch kranke Tochter zu finden. Sie ist schwerst depressiv, hat diagnostiziert eine bipolare Störung (moderner für manisch-depressiv) - alles doofe Schlagworte, die nicht annähernd vermitteln können, was sie, aber auch wir im Umfeld so durchmachen dürfen)
Ein Klinikaufenthalt letztes Jahr machte alles nur noch schlimmer. Auch bei der Recherche nach Kliniken, Ärzten etc. ist man nämlich trotz dieses auf dem "Papier" befindlichen ach so tollen Medizinnetzes allein gestellt. Tausend neue Diagnosen und jeder Arzt beharrt darauf, dass er "Recht" hat und die Symptome passend gemacht werden müssen, grmpf. Absagen, Warten auf Therapeutenplatz, Warten ... Warten ist mein persönliches Unwort der letzten beiden Jahre. Warten auf Klinikplatz, Arzttermine, Ärger mit Hierarchien (Medizin ist mehr als je zuvor ein Geschäft), Schulbehörden, Krankenkasse. Und dazu auch einige "Watschen" der Umwelt da draußen, da für manche Menschen psychisch krank immer noch ein Tabu ist, bekloppt, gefährlich, meschugge, Loser, "wer weiss was in der Familie da vorgeht, wenn das Kind nicht "funktioniert" usw.

Ach, ich schrieb mich in Rage, sorry Ihr Lieben dafür! Jedenfalls wünsch ich wirklich keinem, was da alles so los ist, Kräfte raubt, unendlich wütend, traurig und desillusioniert macht.

So, nun aber - nach mehr als erneutem 6 monatigen Brüten auf der Warteliste haben wir am Montag "DEN" Anruf bekommen, den ich so lange ersehnt habe! Ein stationärer Platz in einer anderen, hoffentlich einfühlsameren Klinik für Kinder- und Jugendliche.

Die letzten Tage also ständig hingefahren (es ist leider nicht in der Nähe, anderes Bundesland und mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen, aber was ist das alles schon, wenns ansonsten ein Hoffnungsschimmer auf ENDLICH eine "echte" Therapie ist?)

Morgen ist nun der große Tag, die offizielle Aufnahme.

Ich dachte die ganzen Monate, ich würde dann Luftsprünge machen, wenn der berühmte Anruf kommt, aber ich merke, dass ich verhalten bin, zu unsicher noch wegen der tausend Fragen und Gedanken, die mir im Kopf herumschwirren... ist es diesmal der richtige Weg?
Schadest du deinem Kind nicht womöglich noch?

Aber die Fakten sind wirklich: Wir haben so vieles versucht aus eigener Kraft und Initiative,  unsere Liebe zueinander ist unendlich groß - aber wir können meiner Tochter nicht helfen, das müssen liebevolle, kompetente Menschen tun. Hach, nun ist es an mir, das Loslassen und "Abgeben-können" zu bewältigen.
 Ja, ich denke positiv und bin stolz auf meine Tochter, die da morgen wieder in eine völlig andere Welt eintritt, wo alles neu, gewiss nicht einfach und vor allem anstrengend sein wird.

Die letzten Tage sind durch die Termine, Vorbereitungen, Untersuchungen, Organisieren so ausgefüllt und stressig, dass ich trotz Megaschlafentzug und Co. ganz gut "funktioniere" Mir graut ein bisschen vor dem Moment in ein paar Tagen, wenn die erste Ruhe eintritt und ich bin mal gespannt, ob ich da ins große Loch falle.

Es klingt total unsensibel, aber natürlich ertappe ich mich auch bei Gedanken, mir tausend Dinge vorzunehmen, die vorher nicht mehr möglich waren. Tausend Dinge aufzuholen, die seit Monaten, manches seit mehr als einem Jahr, "liegengeblieben" sind. Zeit für mich oder erstmal rauszufinden, wer das inzwischen ist, dieses "ich". Und auch das "wir", denn auch für die Partnerschaft, uns als Familie war/ist das alles ganz knapp gewesen, auseinanderzubrechen.

So, nun entschwinde ich wieder ins Pack-Chaos, denn das ist irre viel Zeug, viel zu beachten, noch so viel zu erledigen. An Schlafen kann hier noch keiner denken, wir sind alle wahnsinnig aufgedreht und aufgeregt.

DANKE, Dank Euch sehr, die Ihr Euch die Mühe macht, hier meinen Gedankensprüngen zu folgen und mir "zuhört". Bis bald, ich freu mich auf Euch!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Kuchentherapie :-)

Guten Abend Ihr Lieben,

ich hoffe Ihr den - zumindest hier - noch sehr schönen milden Herbsttag, von den Herbststürmen zwischendurch abgesehen,  noch einmal genossen, zumal es ja anscheinend nun wirklich tüchtig kalt werden soll. Ärgert Ihr euch auch immer, wenn das schöne Wetter natürlich dann da ist, wenn man besonders viel zu tun hat? ;-)
Heute nöle ich auch nicht so viel, denn ich habe mal wieder das getan, was mir meist hilft beim "Runterkommen" und sich wieder erden: Ich habe Kalorien in der Chaoshexenküche zusammengerührt :o)
Und zwar ein Rezept, das mich neulich schon neugierig gemacht hat, als ich es bei der wunderbaren Dinkelhexe http://dinkelhexe.blogspot.de/2008/11/mandel-nougat-kuchen-mit-kastanienmehl.html#links entdeckt habe. Ich liebe nämlich Maronen und experimentiere gern mit etwas anderen Mehlsorten. Und weil ich gerad so bisschen nölig, bedürftig nach Geborgenheit bin, musste es die altmodische
Gugelhupfform von Oma in diesem Fall sein. Habe das schöne Rezept ein bisschen abgewandelt aufgrund eines skandalösen Nougatunfalls - da sind mr doch irgendwie wie durch nichts ein paar Gramm im Voraus davon abhanden gekommen ;-) Habe dann noch ein paar vorhandene, gegarte Maroni gehackt und zugefügt. Die kleinen Gugelhupfbabies, die auch geschlüpft sind, haben sich inzwischen dezimiert. Mehr kann ich noch nicht sagen *feix*
Bei der Dinkelhex bin ich wirklich kucheninfiziert, ich habe mir schon das nächste Rezept ausgeguckt.
So, nun wünsche ich Euch noch einen schönen Abend und allen Kranken ganz schnell Gute Besserung, Ischa Freimarkt ;-)










Mittwoch, 24. Oktober 2012

Das Lichtlein

So, nach so viel Gejammere zum Blogeinstieg muss ich vorm Bettgehen doch auch noch was Gutes berichten. Nachdem ich vom Tag und dem "Gedankenkreisel"  plus Erkältung so richtig erledigt und niedergedrückt war, hat mich ein überraschendes, unheimlich erbauendes Telefonat mit einer lieben Bekannten wieder auf den Boden geholt und aufgebaut. Wie das Lichtlein aus dem Spruch, den uns schon unsere Omas erzählt haben ... immer wenn du denkst... kommt von irgendwo ein Lichtlein her... Hach, was fand ich sowas früher kitschig, aber es ist was dran. Doch!
Dazu musste ich das Bild herauskramen, das mein Gefühl gerad widerspiegelt. Es ist nicht von mir geknipst, sondern von einer wunderbaren Fotofee, der lieben Monja/aka Ansichtssache aka Zensi von Hüftgold.


Ich wünsche Euch auch immer so ein Lichtlein zur rechten Zeit! Gute Nacht!

Dienstag, 23. Oktober 2012

Blogfragen

Gar nicht so einfach für mich ein Blog anzufangen.Damit meine ich nicht, dass ich Technikniete mich erstmal durchwühlen muss, was Layout etc. angeht. Nein, auch so Fragen spuken mir durch den Kopf wie: "Was darf man in einem Blog eigentlich offenbaren? Darf man sich seine Gedanken, Zweifel, Sorgen runterschreiben und im nächsten Post sein Apfelkuchenrezept samt Bild stolz posten? Wisst Ihr, was ich damit meine? Überfordere, nerve oder langweile ich damit die Leser und mache mich unglaubwürdig? Das sind so (vermutlich doofe) Fragen, die mir gerad durch den Kopf gehen. Wäre es "besser", Blogs abzugrenzen und nicht zu vermischen? Oder reicht, es "einfach" man selbst zu sein, ehrlich und somit unvollkommen, nicht jeden Tag gleichermaßen gut oder schlecht drauf, nicht jeden Tag gleichermaßen aktiv. Eigentlich unverschämt, mir solche Fragen zu stellen, weil ich damit quasi "Euch", den Lesern, kein Unterscheidungsvermögen zutraue. Aber so ist es nicht, im Gegenteil, ich bin immer wieder total berührt, wie sensibel, hilfreich und einfühlsam Blogger sind, auch wenn man sich oftmals ja nur virtuell ein bisschen "kennt" Ganz schönes Wirrwarr, aber das musste ich jetzt mal rausschreiben.
Das ist eh ein sehr nachdenklicher, schwieriger Tag gewesen. Ein "Klinikcasting" stand an... so nenne ich das inzwischen. Ein Vorgespräch in der großen Hoffnung auf einen stationären Therapieplatz für meine Tochter (16). Sie leidet an einer bipolaren Störung, früher nannte man es meist "derjenige ist manisch-depressiv", heftige, den Menschen völlig lahmlegende Depressionsschübe wechseln sich ab mit kurzen, gemein Hoffnung machenden, irrationalen Höhenflügen und Zutrauen.
Obwohl der Kliniktermin sehr gut verlief und die Chancen auf Aufnahme gut stehen, ist so etwas immer unheimlich belastend für mich. Man muss die intimsten Dinge über sich beantworten und nein, ich habe nichts, wirklich nichts zu verbergen. Aber allein, dass man selbst immerzu grübelt, warum man seinem Kind nicht helfen kann, was denn nur alles ausgelöst hat und welche SCHULD (das ist mein Horrorwort des Jahrzehnts) man hat - all das zehrt so sehr. Und dann bilde ich mir gerne auch ein, dass alle Anderen, die Ärzte, das Umfeld, die Bekannten, wer auch immer womöglich dasselbe denken: "Meine Güte, was hat diese Mutter denn nur versagt, was hat sie angestellt bzw. was hat sie fälschlicherweise nicht getan?". Doof, denn ich weiss, dass die Mehrzahl das nicht automatisch denkt, aber sinnbildlich sehe ich mich immer daran gemessen und gebrandmarkt.
So, wer sich das hier angetan hat, der hat gewiss erst recht baldigst leichter Verdauliches (z.B. Kuchenbilder *g*) verdient.
Wie ergeht es Euch? Kennt Ihr solche Lebensphasen auch, wo man wirklich an sich und seinen Grundfesten zweifelt? Trotz absolut "positiver Grunddenke"? In unserer Gesellschaft ist es ja sooo out, an sich zu zweifeln, grhhhh.
Kennt Ihr es auch, dass Ihr zu sehr dran denkt, was Andere von euch denken/halten könnten, das ihr nicht beeinflussen könnt? Bitte schwindelt mich an und sagt Ja ;-))
So, und nun einen schönen Abend!

Geklappt


... hats zumindest schon mal, freu. Also keine Ausrede mehr, das Blog nicht zu füllen. Gar nicht so einfach, zu starten ... was erzählt man über sich, was ist zu viel, wie soll man sich denn beschreiben. Nun, ich hoffe mal, das fügt sich nach und nach zusammen. Ich bin wechseljährig und doch nie erwachsen werden, schwarzhumorig, albern und manchmal dennoch auch sehr, sehr, sehr ernsthaft und traurig. Nie, nie, nie Langeweile, weil ganz, ganz viele Ideen im Kopf. Manchmal, örks, nee oft, bleiben die aber genau dort, weil "wie Flasche leer- Syndrom" und/oder weil der ganz normale Alltagswahnsinn zuschlägt.
Und der hats manchmal in sich. Und nun klingts gaaanz spießig: Ich liebe es zu kochen, zu backen, zu werkeln, zu lesen, mag Mittelalter und alles, was damit zu tun hat, obwohl mich wahrscheinlich harte Zeiten erwartet hätten, lebte ich zu dieser Epoche. Und das nicht nur wegen der roten Haare und dem Hexenzinken, sondern auch wegen der "Denke". Und noch dazu beschäftige ich mich mit Heilkräutern, Naturmedizin und einiges davon wird sogar in der chaotischen Hexenküche gebraut.
Ich führe ständig "To-Do-Listen", die manchmal die Zeit rauben, die zum Umsetzen der aufgeführten Dinge darauf nötig wäre, kennt Ihr das?
Ach, was erzähl ich... nicht nur "to-do", auch Wunschlisten .... welche Bücher ich gerne noch lesen würde, welche Handarbeiten erstellen, welche Rezepte kochen, welche Kräuter probieren, welche Fähigkeiten erlernen usw. usw.
Momentan aktuell: - Blog-for-heavy-Dummies-haben-können  :o)
- Nähen lernen!!! (ich habe einen Stoffschrank! Das muss man sich vorstellen! Ich kaufe schöne Stoffe oder sammel Stoffreste, immer in der Hoffnung, "es" eines Tages zu können.) Hab einen Nähkurs begonnen und leider auf Eis legen müssen - hoffe, dass dieses Eis bald schmilzt...

Huch, das bringt mich schon zum nächsten Thema, das wahrscheinlich auch dieses Blog thematisch beeinflussen wird - die Gründe, warum so viele Vorhaben und normale Alltagsdinge bei mir oft anders kommen als erhofft. Warum ich vieles, nein, fast nix im Voraus planen oder garantieren kann. Zum Einen bin ich ziemlich häufig krank, Überbleibsel einer blöden Krankheit, die aber vorbei ist und ich sehr, sehr glücklich und dankbar bin. Ab und zu plagen dann halt ein wenig die summierten Folgeerscheinungen. Alles aber Pipifax gegen das, was mich nun seit langem, seit 2 Jahren aber massivst beschäftigt: Ich habe eine wunderbare, bemerkenswerte Tochter mit einer sehr schweren psychischen Erkrankung, unter der sie, aber auch wir als Familie, sehr leiden. Von diesem Thema wird hier vieles handeln, von der unglaublichen, wirklich Bücher füllenden Odysee auf der Suche nach Hilfen, Ärzten, Therapien, von den Steinen und Gebirgen auf dem Weg dahin und auch von der Freude über gute Tage und der Wut, der Traurigkeit über die schlimmen Phasen.

Nun habe ich so viel von mir erzählt, keine Sorge, das wird nicht immer so schrecklich langwierig. Helft mir lieber dabei,wie ich Bilder und Co. posten kann,in Eurem eigenen Interesse, damit hier nicht nur geschwafelt wird *g* :-)

Gute Nacht! (by the way, da seh ich gerade, dass hier in einer völlig anderen Schrift und nur Großbuchstaben angezeigt wird, obwohl ich es genauso eingestellt hatte wie bei den beiden anderen Posts, grübel)

Gib deinen Träumen Flügel ...



Auch das ist ein Teil von mir ... die "exhibitionistische" Leidenschaft, Gefühle, Gedanken, Stimmungen mit Bildern auszudrücken. Da ich leider kein begnadetes Auge habe, bin ich die olle Schrulle, die abgelichtet wird, die als Gegenleistung versucht, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, mal schillernd, mal dreckig, mal albern, mal melancholisch.
Und ich freu mich so sehr über die wunderbaren, geduldigen Bilderschmieder/innen, die sich sowas mit mir antun. Ich wünsche mir so sehr, dass es damit bald wieder weiter gehen kann.

Der Anfang ist gemacht ... ;-)

Sooo, nun bin ich mal gespannt, ob ich tolpatschigste PC-Niete in meinem hohen Alter doch noch schaffe, ein eigenes Blog anzulegen.

Ich und ein Blog - au weia... das kann ja was werden. Dabei liiieeeeeebe ich Blogs, bin nach einigen regelrecht süchtig und drehe meine allabendlichen Stöberrunden und längst fiebere ich oft gespannt mit, was es zu berichten, zu zeigen, zu diskutieren gibt.

Heute hatte ich dann ein absolut geniales Schlüsselerlebnis: Ich habe doch tatsächlich im "realen 3-D-Leben" meine Lieblingsbloggerin auf der Straße erkannt! Eine Sekunde überlegte ich, ob ich mich "trauen" darf, da wars auch schon geschehen, total stammelnd und richtig aufgeregt fragte ich die Person (die jetzt bestimmt wie ein Honigkuchenpferd grinst, vorausgesetzt, ich schaffe es überhaupt, diesen Text hier "on" zu stellen), ob sie denn die (Name ihres Blognicks) sei. :o) Hach, und sie wars!

Und sie war total nett und natürlich und hat mich so ermutigt, nachdem ich ihr berichtet hatte, dass ich seit Jahren zu feige bin für "watt Eigenes".
Nun hoffe ich mal ich krieg das hin. Wer also hier lesen möchte, braucht guuuuuute Nerven und viel Geduld mit mir, denn es wird dauern, bis ich ein gescheites "Layout" etc. bieten kann, schwör. Und selbst wenn dies dann mal erledigt sei: Leute, das wird ein chaotisches Blog, das man in keine Sparte einordnen kann. Zu banal für ein Themenblog, zu nachdenklich für ein Spassblog, kein reines Koch-, Bastel-, Medizinblog - unaufgeräumt, unspektakulär und unvollkommen wie ich selbst. Und unregelmäßig wird sie sein, die Olle, mal ganz viel zu sagen haben und dann wieder "sprach-los".

Puh, nun klick ich mal und schau, was passiert.
Wird - im Idealfall - eine ähnliche Regung hervorrufen wie bei Tom Hanks in Cast Away "Uuuuhhhh, ich habe Feuer gemacht" :o)